Val Nervia

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An der Mündung des Nervia bei Ventimiglia beginnt eine sehr empfehlenswerte Rundfahrt in die abgeschiedene Bergwelt des westlichen Liguriens. Sie geht zunächst nach Dolceaqua mit seiner beeindruckenden Bogenbrücke. Ein Abstecher führt ins schmale Seitental des Merdanzo an dessen steilen Flanken Apricale klebt. Folgen Sie der Straße weiter. So erreicht man das auf einem Berggrad liegende langgezogene Perinialdo. Es ist auch der Geburtsort des Astronomen Gian Domenico Cassini, der sich im 17. Jahrhundert mit Forschungen zu Planeten unseres Sonnensystems einen Namen gemacht. 

Wenn sie zurückfahren, in das dann immer schmaler werdenden Val Nervia steigt die Straße nach Pigna hinauf, das für seine Heilquellen bekannt ist. Am südlich gegenüberliegenden Hügel exponiert sich Castell Vittorio.

Dolceaqua

Etwa 8 km nördlich von Ventimiglia an einer Biegung des Flusses Nervia liegt Dolceaqua, ein mittelalterliches Borgo auf der Ostseite des Tals.

Vermutlich siedelten zu vorhistorischer Zeit, um das heutige Dolceaqua keltische Völker. Möglicherweise gab es in Dolceaqua auch eine Burg aus römischer Zeit, die wohl einem Dulcius gehörte. Das früheste Dokument, das Dolceaqua (süßes Wasser) erwähnt stammt aus dem zwölften Jahrhundert. 

Zu dieser Zeit begannen die Grafen von Ventimiglia mit dem Bau der Burg auf dem Felsvorsprung. 1270 kauft den Oberto Doria, ein Genueser Heerführer, die Burg. Zu dieser Zeit war die Familie Doria eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter Italiens. Über Jahrhunderte waren sie Herrscher über die Republik gegeben haben. Im 14. Jahrhundert wurde der Bau mit einer größeren Mauer umgeben und während der Renaissance bauten sich die Doria die Burg als herrschaftliche befestigte Residenz um. 1643 wurde die Burg, die zuvor zahlreichen Belagerungen stand von den Grafen von Savoyen erobert, aber bereits neun Jahre später gelangte sie wieder in die Hände der Doria. Am sieben 20. Juli 1746 wurde die Burg während des Österreichischen Erbfolgekrieges zerstört. Zwar zogen ein Jahr später wiederum die Familie Doria in Dolceaqua ein, die Burg konnte aber jedoch nicht mehr bewohnt werden. 

Zweites Highlight neben dem Castello Doria ist der "ponte vecchio di Dolceaqua", eine im 15. Jahrhundert gebaute Bogenbrücke über den Fluss Nervia mit einer Spannweite von über 33 m. Von der Seite betrachtet sieht sie geradezu filigran aus. 1884 wurde Claude Monet durch die Brücke zu einem Gemälde in­spi­riert. Sein Titel: "Juwel der Leichtigkeit".

Unterhalb der Burg besticht der Ortsteil Terra durch den rustikalen Charme. Die engen Gassen ergeben ein für Besucher zunächst kaum durchschaubares Labyrinth. Sie führen aber alle letztendlich zur Burg hinauf. Zahlreiche Stützbögen überspannen die Gassen oder die Gassen sind gänzlich überbaut.

In den letzten Jahren wurden viele der mittelalterlichen Häuser am restauriert, wenngleich für manchen Geschmack zu italienisch-rustikal.

Apricale

Apricale wird seit einigen Jahren als ligurischer Vorzeigeort vermarktet. In der Tat ist Apricale ein ligurisches Borgo par Excellence mit mittelalterlichen Bruchsteinhäusern, die sich dicht gedrängt an einem Bergrücken hoch stapeln. Die Dimensionen des Ortes sind beeindruckend. Und natürlich ist der Ort absolut autofrei, wenn man von der Zufahrtsstraße in die engen Gässchen des Ortes tritt. 

Die Abgeschiedenheit Apricales und die Unzugänglichkeit des Ortes durch Autos war es, was in der Vergangenheit die Abwanderung der Menschen beschleunigte. Noch vor wenigen Jahren wirkte Apricale wie ausgestorben. Nur entlang der schmalen Hauptgasse, die sich zur oberen Piazza hoch windet waren die Häuser noch weitgehend bewohnt. Dann startete ein engagierter Bürgermeister einen Wiederbelebungsversuch, der seit einigen Jahren Früchte trägt. 

Der Ort wird langsam wieder bevölkert, nicht zuletzt durch zahlreiche Touristen, die einen Ausflug nach Apricale machen. Zu den neuen festen Bewohnern gehören auch einige Deutsche, die sich hier in Apricale den Traum vom Haus in Ligurien erfüllt haben. Es gibt Künstlerwerkstätten, Bars und Lokale sowie das muntaecara Hotel Diffuso, welches sich über viele Häuser in verschiedenen Gassen erstreckt. Die kunstvollen Portale der Häuser zeigen, dass Apricale in früheren Zeiten ein wohlhabender Ort war und ganz oben öffnet sich die vielleicht schönste Piazza aller ligurischen Berg Dörfer an der potente Küste. Es ist ein heller, luftiger Platz mit einem erhöhten Kirchenvorplatz. Daneben Arkaden und Steinbänke, auf denen vom Anstieg erschöpfte Touristen innehalten. Oberhalb des Platzes thront das baufällige Castello, die Eidechsenburg, es beherbergt heute das Museum della Storia die Apricale. Hier gibt es auch wechselnde Kunstausstellungen.

Im Juli und August, wenn das berühmte Teatro della Tossa aus Genua in Apricale gastiert, wird die Piazza zur mediterranen Freilichtbühne. Dazu kommen Konzerte und Aufführungen anderer Theatergruppen. Am 8. September feierte der Gemeinde hier ihr Marienfest mit süßen Teigwaren aus Mürbeteig.

Perinaldo

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