Riviera di Ponente

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Die italienische Riviera di Ponente, der Küstenstreifen zwischen französischer Grenze und dem Großraum Genua ist ein schmaler Saum zwischen Gebirge und Meer. Die Ausläufer der Seealpen stürzten an der Küste fast senkrecht ins Meer an den Uferzonen der Täler und an den Flanken der Berge drängen sich ehemalige Fischer- und Bauerndörfer, die spätestens seit dem 19. Jahrhundert zu mondänen Fremdenverkehrs-orten geworden sind, jedenfalls gilt das insbesondere für AlassioSanremo und Bordighera.

Allerdings hat der chronische Platzmangel an der Riviera di Ponente leider auch zu einer starken Zersiedelung der Küste geführt. Teilweise ziehen sich Wohnanlagen die Hänge hinauf. Dazwischen grünt und blüht es aber überall. Vorne an der Küste gibt es intensive Blumenzucht, üppige Terrassenkulturen und exotisch mediterrane Gartenanlagen. 

Das war der Vorteil der Riviera di Levante. Hier fallen die Berge so steil und ohne meerseitige Täler ins Meer, so dass eine Bautätigkeit unmöglich war. 

Die heutigen Blumenkulturen an der Küste gehen auf den deutschen Gärtner und Landschaftsmaler Ludwig Winter zurück. Er begann 1870 mit dem Blumenanbau an der Riviera di Ponente. Schon um 1900 wuchsen auf früheren Wein und Oliventerrassen die Schnittblumen. Oftmals sind die Küstenhänge um Sanremo mit Gewächshäusern überzogen - daher kommt auch der Name der sogenannten "Riviera dei fiori - Blumenriviera" von Ventimiglia bis Cervo. 

Aber es gibt nicht nur die Blütenpracht. Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich an der westlichen Riviera oft blaublutige Dauergäste aus dem Norden Europas nieder. Die Touristen aus dem Hochadel entdeckten die schönen Ecken der ligurischen Traumküste und errichteten standesgemäße Villen mit dazugehörigen parkähnlichen Küstengrundstücken. Oder sie logierten in den Hotels von Sanremo oder Bordighera. Hier entstand auch der Ruf der vornehmen Urlaubswelt an der Riviera.

So werden heute Riviera alle Küstenstreifen der Welt benannt die etwas auf sich halten und dies touristisch ausschlachten wollen. Allerdings begann mit den Anfängen des organisierten Tourismus nach dem Zweiten Weltkrieg auch der Niedergang der Riviera - wie sie bis dahin bestand. Die glamourösen Tage des noblen Tourismus waren gezählt. Die mondänen Rivieraorte verblassten. Für Jahre waren die noblen Grand Hotels ein Schatten ihrer selbst. Oft verfielen sie. 

Heute ist die ehemalige "Riviera di Prominente" in den einschlägigen Orten überwiegend auf den Massentourismus eingestellt. Hier ist vor einigen Jahren Diano Marina zu nennen. Der schmale Küstenstreifen wird vor allem von italienischen Billigtourismus dominiert. Mailänder und Turiner wollen vor allem eins - ans Meer. Für sehr viel mehr außer Essen sind sie nicht zu haben. Aber bei nicht wenigen idyllischen Küstenorten von früher stimmen die Proportionen und das Ambiente noch. Dies sind sicherlich Cervo und in Teilen Sanremo, aber auch Porto Maurizio thront anmutig auf einem Küstenhügel und schärfen so das neue Profil. 

Der gehobene Tourismus findet heute in den privaten Ferienhäusern, einige Kilometer im Hinterland statt. Das ist die zweite Seite Liguriens. Hier etablieren sich schön renovierte Häuser und gute Restaurants. 

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