Imperia

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Imperia entstand 1923 durch den Zusammenschluss der beiden Städte Porto Maurizio und Oneglia und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Veranlasst wurde das durch Benito Mussolini - faschistischer Diktator Italiens und davor Volksschullehrer in Porto Maurizio. Namensgeber war der der Fluß Impero an dessen Mündung Oneglia liegt. Jahrhundertelang trennte der Impero Porto Maurizio und Oneglia und auch heute scheinen die beiden Stadtteile nicht richtig zusammengewachsen. In jedem Fall ist Imperia eine lebendig Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. 

An der Flussmündung des Impero wird schon zu römischer Zeit eine Siedlung namens Castrum Uneliae erwähnt, daher auch der spätere Name Oneglia. Im 10. Jahrhundert wurde Oneglia von den Sarazenen zerstört.

Im 11. Jahrhundert wurde Porto Maurizio unter Olderico Manfredi, Herrscher der Marca Turin, und seiner Tochter Adelaide Lehen des Benediktinerordens, der es zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum ausbauten. 1091 übernahmen die Grafen von Clavesana, Erben Adelaide Manfredis, die Herrschaft über Porto Maurizio und proklamierten eine Republik (mit San Maurizio, San Giorgio di Torrazza und San Tommaso di Dolcedo). San Maurizio wurde Schutzheiliger. Genua unterwarf 1184 Porto Maurizio gegen den fortgesetzten Widerstand seiner Bewohner. 



Im Krieg zwischen Porto Maurizio und Oneglia 1200 intervenierte die Republik Genua. Der Impero wurde daraufhin zum Grenzfluss und gehörte fortan zu Porto Maurizio. 1241 wurde Porto Maurizio genuesischer Vikarssitz für die Ponente. Am 30. Januar 1298 verkauften die Bischöfe von Albenga Oneglia für 11.000 Lire an die Genuesen Nicolò und Federico Doria. Im 16. Jahrhundert verbündete sich Porto Maurizio mit Genua dagegen viel Oneglia in die Hände der Savoyer. Im Schutze Genuas entwickelte sich Porto Maurizio zu einer eigenständigen Größe auf dem Meer und trieb sogar einen regen Orienthandel. Oneglia blieb dagegen bodenständig. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren die Einwohner von Porto Maurizio Anhänger der französischen Revolution, während Oneglia keinerlei Sympathien für Frankreich hatte.

Andrea Doria ist einer der berühmtesten Söhne der Stadt Oneglia - 1466 wurde er hier geboren und zugleich bekanntester Vertreter des Genueser Adelsgeschlecht der Doria. Andrea Doria war der Admiral Kaiser Karl V..

Porto Maurizio

Von Westen zeigt sich Imperia gleich von seiner schönsten Seite. Die mittelalterliche Altstadt von Porto Maurizio, der Parasio, steht dominat auf einem leicht ins Meer vorgelagerten Berg und gibt Porto Maurizio sein markantes, weithin sichtbares Stadtbild. Die Oberstadt dominieren weniger enge Gassen, sondern breite Plätze - eigentlich untypisch für ligurische Städte. Am Meer entlang unterhalb des Parasio führt die ehemalige  Römerstraße Via Aurelia, die die italienische Hauptstadt Rom mit dem französischen Arles verbindet.

Porto Maurizio um wurde vermutlich im 6. Jahrhundert gegründet. Der Hügel wurde langsam von oben nach unten bebaut. Ein wahrer Blickfang des Parasios ist der gotische Palazzo Pagliari. Insgesamt ist der Parasio aber von Wohnhäusern dominiert. Geschäfte gibt es keine, Bars so gut wie keine. Das Leben spielt sich woanders ab. Allerdings bietet der Parasio wundervolle Aussichtspunkte auf das vor ihm liegende ligurische Meer. Insbesondere an Winterabenden kann man hier grandiose Sonnenuntergänge erleben.

Die Kathedrale San Maurizio entstand zwischen 1781 und 1832 in klassizistischen Stil. Der Dom galt damals als Prestigebau und sollte dokumentieren, wo sich das religiöse und politische Zentrum der Riviera die Ponente befindet. Bischofssitz war Porto Maurizio allerdings niemals. Dies waren immer Ventimiglia und Albenga.

Die Loggia von Santa Chiara prägt von Westen gesehen das Ortsbild des Parasio. Zum Sonnenuntergang lädt sie viele zum flanieren ein. 

Die schönste Kirche Imperias ist San Pietro. Sie liegt unmittelbar nördlich der Loggia von Santa Chiara. Ihre Ursprünge gehen zurück ins Jahr 1400. Sie war die Kirche der Kaufleute. Heute hat sie innen und Außen ein barockes Erscheinungsbild. Beeindruckend sind die Fresken des Innenraums.

Hauptgeschäftsstraße ist die Via Cascone, die nördlich des Parasio als Einbahnstraße Porto Maurizio durchschneidet. Hier finden Sie viele kleine Geschäfte und Bars, wie die Bar Pepito. Hier trifft sich am Morgen und Mittags halb Porto. Tendeziell lebt Porto vor allem am Morgen, während sich am Abend das Leben nach Oneglia verschiebt. 

Borgo Marina

Das gilt im Sommer natürlich nicht für das Strand- und Hafenviertel Borgo Marina, östlich des Parasio. Hier finden sie westlich des neuen Yachthafens mondäne Strandbäder. 

Der neue Yachthafen von Porto Maurizio war ein ehrgeiziges Projekt das vor allem auch von Claudio Scajola vorangetrieben wurde. Er solle einer der größen, modersten und vielleicht auch mondänsten Yachthäfen des Mittelmeeres werden. Nach einer Reihe von Skandalen und Bereicherungen stockte der weitere Ausbau und Endet vorerst im Mai 2014 mit der Insolvenz der Hafengesellschaft. Zwar ist der Hafen als solcher feriggestellt, es fehlt aber die Bebauung der künstlichen Landzunge mit Yachtclub, Geschäften und Restaurants. Die Baumängel sind heute ebenfalls nicht zu übersehen. 

Borgo Foce

Oneglia

Oneglia ist heute das etwas neuere, größere Zentrum der Stadt und der deutlich geschäftigere Teil Imperias. 

Im Zentrum um die große Piazza Dante und die Hauptgeschäftsstraße Via Silvio Bonfante finden sich zahlreiche Geschäfte und Bars. Gerade an Regentagen ist dort reges Treiben, denn die gesamte Piazza Dante und Via Silvio Bonfante hat auf beiden Seiten überdachte Rundbogenpassagen. Oneglia hat sich in den vergangenen 15 Jahren sehr herausgeputzt, wurde deutlich schicker, die Geschäfte deutlich gehobener. Das gilt insbesondere für die Gassen nach Norden hin mit der Via Ospedaletti und der Via Vincenco Monti. Die Fußgängerzone setzt sich dann in der Via San Giovanni fort und führt bis zum Hafen von Oneglia, an der Hauptkirche Santa Giovanni Baptista  vorbei. 


Ein wunderbares Café an der Piazza San Giovanni links neben dem Kirchenportal ist das Pianeta Caffè. Her bekommt man excellente Cafekreationen, ausgezeichnete Brioches und Foccacce. Die Sitzplätze auf der Piazza San Giovanni sind natürlich erste Wahl bei Sonne. Auf der Rückseite des Gebäudes gibt es einen weiteren - schattigen - Freisitz. Aber auch drinnen ist es sehr nett. 


Links des Hauptportals findet sich eine ausgezeichnete Pastigeria und gleich daneben ein sehr angenehmes Café mit einigen Tischen auf der Pizza, sowie weiteren Außentischen auf der dahinter gelegenen Gasse. Setzt man den Stadtbummel Richtung Hafen fort zu liegt links die Markthalle Oneglias, um die herum insbesondere am Samstagvormittag ein großer Wochenmarkt stattfindet. Der Hauptteil des Hafens ist nun in Sichtweite. Bis vor 15 Jahren war der Hafen von Oneglia vor allem Fischerei- und Industriehafen. Größtenteils war er sogar abgesperrt. Handelsschiffe legen im Hafen von Oneglia heute nur noch am westlichen Kai mit einigen großen Kränen an. Sein Charakter hat sich allerdings komplett gewandelt heute ist der vielmehr Yacht- und Fischereihafen. 

Eine der bekanntesten Villen der Riviera, die Villa Bianca des Clown Grock, liegt oberhalb des Stadtzentrum von Oneglia. 

Der Hafen von Oneglia ist in einer gewissen Konkurrenz zum großen neuen Yachthafen von Porto Maurizio. In Oneglia liegen allerdings nur die wirklich großen Yachten, denn hier können Schiffe bis zu einer Länge von 160 m einfahren. Oneglia wäre also einer der wenigen Yachthäfen, die Abramowischs Megayacht Eclipse gerade noch aufnehmen könnte. Sie war zwar noch nicht im Hafen von Oneglia, dafür allerdings andere Yachten bis zu 140 m Länge. Die abendliche Kulisse der kleinen Fischerboote, der alten Häuserfront  und der ihr gegenüberliegenden Superyachten bildet insbesondere am Abend eine Kulisse, die Sant Tropez in nichts nach steht. Entlang des Hauptkai sind viele Restaurants, teilweise sehr gute wie das Restaurant Agrodolce. Im Ostteil des Hafens konzentiert sich die Fischerei mit zahlreichen kleinen Fischerboote. In den letzten Jahren wurde der Fischereikai sehr schön gestaltet. Die kleinen Fischerboote im die alte Häuserfront und die modernen Superyachten stehen in einem angenehmen Spannungsverhältnis zueinander. Im westlichen Teil des Yachthafens an der Piazza dei Amicis befindet sich das sehr empfehlenswerte Feinkostgeschäft und Restaurant Gusto. Sie sollten mindestens einen Blick hineinwerfen. Zurück auf der Piazza Dante angekommen ist direkt rechts das Café Piccardo, das Erste Café am Platz, ganz im Stile Wiener Kaffeehäuser. Ihm gegenüber liegt das ehemalige Rathaus von Oneglia mit seinem hohen Turm. In den Eingangsbereich mit Treppenhaus sollte sie unbedingt einen Blick werfen.


Das Cafè Piccardo ist gerade an den Regentagen im Winter ein wunderbarer Platz. Sehr zu empfehlen ist die Sachertorte. Die gilt als wesentlich besser als das Wiener Original. 


Imperia News

Imperia: Die Schranken sind gefallen

Stillgelegte Bahnstrecke in Imperia - Porto Maurizio ehemaliger Übergang
Stillgelegte Bahnstrecke in Imperia - Porto Maurizio ehemaliger Übergang

Zwischen San Lorenzo al Mare und Andorra ist der Zugverkehr seit dem 28. November komplett eingestellt. In Imperia - Porto Maurizio kann man nun als Autofahrer und Fußgänger eine ganz neue Freiheit genießen. Die Schranken an den drei ehemaligen Bahnübergängen von Porto Maurizio sind bereits abgebaut worden. Das heißt keine langen Staus mehr in denen gemeinsam auf den notorisch verspäteten Zug gewartet wurde. Früher war es noch schlimmer. Da gab es einen Schrankenwärter, der gefühlte Stunden nach der Durchfahrt sich bequemte die Schranken zu öffnen. Tatsächlich waren es nur 5 Minuten. Wozu also als Autofahrer ausrasten? 

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Imperia: Fortsetzung des Küstenradwegs

Die neue Bahntrasse im Hinterland der Küste hat der Blumenriviera zwischen San Lorenzo und Ospedaletti, mit dem neuen Radweg auf der bisherigen Bahntrasse entlang der Küste einen unglaublichen Touristenmagnet beschert. Die Bahnstrecke zwischen San Lorenzo und Andorra die nun aufgelassen wird, soll die Erfolgsgeschichte des Küstenradwegs mit dem fernen Ziel Finale Ligurie fortsetzen. Die Fortführung der Strecke nach Osten wird weiterhin paradiesisch sein und an Porto Maurizio und Oneglia, Diano Marina und Cerco vorbeiführen. Allerdings besteht unter Porto Maurizio ein langer Tunnel von fast 3 km. Besonders lustig dürfte das für Radfahrer nicht sein zumal darüber dar zauberhafte Parasio liegt. Es gilt hier einen Weg entlang der Küste zu finden. Das ist aber gerade an dieser Stelle nicht gerade einfach. 

Januar an der Borgo Foce

Borgo Foce ist der pittoreske Stadtteil Imperias westlich unterhalb des Parasio von Porto Maurizio. Selbst jetzt im Januar, wenn es ziemlich still und unbelebt ist hat der Ort eine besondere Anziehungskraft. Es ist einfach schön hier auf einer Bank zu sitzen, das Farbenspiel der Häuser und das glitzernde aufgewühlte Meer zu betrachten. In der Sonne hat es jetzt angenhme Temperaturen. Im Januar sind die Ferienhäuser in Dolcede-Ripalta allerdings noch schwer zu genießen. Es ist saukalt: Burgfeeling. Man freut sich schon auf das spätnachmittagliche Kaminfeuer in Sonnaz I, das dann bis 23 Uhr prasselt. 

Betteln verboten

Der Bürgermeister von Imperia Carlo Capricci hat ab sofort jegliches betteln und schnorren auf den öffentlichen Plätzen von Imperia verboten. Das gilt insbesondere in den beliebten Einkaufsstraßen von Oneglia und Porto Maurizio vor Geschäften, Kirchen und Krankenhäusern sowie Ämtern. Das Verbot gilt bis zum 10. Januar 2016. Aber es ist zu erwarten dass das Verbot auch wieder in den Ferienzeiten des kommenden Jahres gelten wird. So ganz ist es nicht nachzuvollziehen da es in Imperia eigentlich deutlich weniger Bettler gibt als etwa in deutschen Großstädten. 

Engel & Völkers neu in Imperia

Die internationale Immobilienagentur Engel & Völkers, ist nun auch mit einer Filiale in Imperia vertreten. Am Hafen von Oneglia direkt gegenüber der Superyachten hat die Agentur es ein schickes Büro eröffnet - im typischen Engel & Völkers - Stil.

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Öffentliche Parkplätze an der "mola lunga"

Im Spätsommer 2015 wart es endlich soweit: Angesichts der knappen finanziellen Lage der Hafengesellschaft hat man sich entschlossen, die vielen Parkplätze auf der mola lunga des Yachthafens von Porto Maurizio für die Allgemeinheit zu öffnen und bezahlte Parkplätze einzurichten. 

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Passegiata degli innamorati 

Seit Ende des Sommers ist übrigens der romantische Weg oberhalb des Meeres zwischen dem Borgo Foce und dem Borgo Marina wieder eröffnet.

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La Incompiuta - die Unvollendete

Wer bei kühlen Temperaturen und Sonnenschein einen schönen unkomplizierten Weg zum Spazierengehen sucht, der sollte sich einmal die Unvollendete (Straße) zwischen Oneglia und Diano Marina vornehmen. Sie gilt als eine der schönsten Rad und Spazierweg in der Provinz Imperia und führt direkt unter dem Capo Berta entlang.

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Das Yachthafen-Debakel von Imperia

Sie hatte viel versprechend angefangen – die Erweiterung des Yachthafens von Imperia-Porto Maurizio. Erstmals war das Projekt im Rahmen der Vele d’epoca 2004 mit Plänen und Modellen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt worden. Damals stand ich noch mit anderen deutschen Bekannten vor der Präsentation des neuen Yachthafens – staunend und ungläubig. Aus dem ehemaligen Industriehafen, aus dem noch in den siebziger Jahren russische Tanker minderwertiges Olivenöl aus industrieller Festung abholten und nach Russland schafften, sollte nun ein gigantischer und exklusiver Yachthafen entstehen, der im westlichen Mittelmeer seinesgleichen suchen und in direkter Konkurrenz zu Monaco oder Antibes stehen sollte.

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Borgo Marina wird verschönert

Es tut sich was in Porto Maurizio II: Auch im Stadtteil Borga Marina unterhalb des Parasios wird seit dem Frühjahr 2014 saniert. Erst wurde die Straße in der zweiten Reihe gemacht. Derzeit ist die Erneuerung des Belags in der ersten Reihe zum Meer hin in vollem Gange. 

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Neues Geländer an der Promende

Es tut sich was in Porto Maurizio: Seit Jahren war das Geländer an der Via Govanni Boine, der Straße die von der Via Aurelia hinunter zum Yachthafen und den Strandbädern führt, in einem schlimmen Zustand. Dabei behört die Straße zu den Aushängeschildern der Stadt. Nun wurde es in feinstem Edelstahl erneuert - gemeinsam mit neuen LED-Straßenleuchten. Das Geländer erinnert an die Reling eines Kreuzfahrtschiffes. Es bleibt zu hoffen, dass es qualitativ so gut ausgeführt, dass es auchin einigen Jahren noch gut aussieht. 

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