San remo - Kaiserort der Riviera

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Sanremo ist die größte und prominenteste Stadt der Riviera di Ponente, westliches Ligurien, und liegt etwa 20 km von der französischen Grenze entfernt. Sie hat etwa 55.000 Einwohner, wirkt aber für Besucher deutlich größer. 

In der Unterstadt mit dem Porto Vecchio, der Piazza Colombo und dem Corso Matteotti dominieren prunkvolle Gründerzeit Häuser. Der Corso Matteotti ist eine der elegantesten Straßen der Stadt und bildet das moderne Zentrum Sanremos. Er lädt zum Bummeln und Schlendern ein. Hier reihen sich Geschäfte vieler exklusiver Marken aneinander. Seine Remo ist mittlerweile ideal zum Einkaufen. Mitte der siebziger Jahre galt sie als eine der teuersten Städte Europas. Das ist heute nicht mehr so. 

Das neue Stadtzentrum entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Belle Epoque, nachdem Sanremo Ziel von Adeligen und reichen Müßiggängern wurde. In wenigen Jahren wurde aus dem früheren Fischerort ein elegantes Touristenzentrum, dessen Ruf um die Welt eilte. Bis 1900 entstanden 25 Hotels und annähernd 200 Villen. Darunter auch die Villa Noseda, die von einem der damals bedeutendsten deutschen Kunstsammler und Mäzene Adolph Thiem 1880 erworben und neogotisch umgebaut wurde. 1860 wurde das Grand Hotel Londra erbaut. Alfred Nobel verbrachte seine letzten Lebensjahre in Sanremo. Hier starb er nicht nur, sondern stiftet auch den nach im benannten Preis. Berühmte Kurgäste waren Elisabeth von Österreich-Ungarn, Kaiser Friedrich III. und die russische Zarin Marija Alexandrowna. Im Winter hielten sich in Sanremo oftmals die deutschen Kaiser und russischen Zaren auf. Von 1922-24 war die Stadt auch das Exil des letzten Sultans des osmanischen Reichs Mehmet VI.. Sanremo war also schon deutlich früher bekannt als Monaco und Monte Carlo. Dessen Aufstieg zum Ort des internationalen Jet Se begann erst mit Fürst Rainer, Grace Kelly, Onassis und Kennedy.

In diesem Rahmen wurde 1905 auch das Spielcasino errichtet, das das wohl bekannteste Bauwerk der Stadt ist. Es ist zwar deutlich unscheinbarer als das Casino Monte Carlo, im Hauptsaal werden jedoch höhere Mindesteinsätze verlangt als in Monte Carlo. Auch der Eintritt ist höher. Ohne Eintritt können jedoch die Säle für Spielautomaten im Untergeschoss des Casinos besucht werden.



Bemerkenswert ist auch die russisch-orthodoxe Kirche, westlich des Casinos gelegen. Sie ist täglich 9:30-12:30, 15-18:30 geöffnet und geht zurück auf den starken russischen Einfluss zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Parallel zum Corso Matteotto verläuft bergseits eine lange Gasse, die Via Palazzo mit zahlreichen kleineren Geschäften und Cafés. Von hier aus können Sie einen kleinen Abstecher zur Piazza San Siro machen mit der Hauptkirche von Sanremo der Kathedrale San Siro. Sie wurde im zwölften Jahrhundert im romanisch-gotischen Stil erbaut, und besteht aus hellem Kalkstein. Sanremo war immer eine wohlhabende Stadt und deshalb wurde die Kathedrale im Laufe der Jahrhunderte auch des Öfteren renoviert und umgebaut. Vor dem Portal von San Siro ist ein sehenswerter romanischer Brunnen zu sehen. An der Piazza Cassini steht die Kirche Santo Stefano,  ein Schmuckstück des Barocks. Kirche wurde im Mittelalter von den Benediktinern erbaut und von den Jesuiten im 16. Jahrhundert barockisiert.

Sehenswert ist die Altstadt von Sanremo, la Pignia genannt. Ihr dominieren die hohen mittelalterlichen Häuser die ebenfalls dicht gedrängt aneinander lehnen und den engen und im Sommer kühlen Gassen. Gerade im Hochsommer in der Mittagszeit lässt es sich in der Altstadt von San Remo sehr gut aushalten, weil es kühler ist als in der mondänen Unterstadt. Die Oberstadt liegt auf einem Hügel. Sie erhielt ihren Namen labt ihn ja aufgrund der Anordnung der Häuser die einem Pinienzapfen einstellen. Überbaute Gassen und kleine Plätze prägen das Bild der Altstadt.

Sanremo ist auch bekannt für die Austragung des italienischen Schlagerwettbewerbs (Festival della canzone italiana). Das Festival findet einmal im Jahr statt in der Regel Ende Februar Anfang März. Es zieht sich über insgesamt fünf Abende von Dienstag bis Samstag und findet im Teatro Anston im Osten des Coro Matteotti statt, einem eher scheußlichen 50er Jahre Kino. Erstmals wurde das Festival 1951 ausgetragen. Es ist somit das älteste Musikfestival Europas, älter als der European Song Contest.

Auch für Radsportfans ist sein Reben wo ein Begriff. Es ist Zielorte des Frühjahrsklassiker Mailand San Remo. Dieses ist mit über 290 km das längste klassische ein Tagesrennen im Profiradsport. Es wird zu den fünf sogenannten Monumenten des Radsports gezählt. Das Radrennen findet seit 2013 aus Verkehrsgründen an einem Sonntag Ende März statt. Bekannt ist darüber hinaus auch die Autorallye seiner Remo.

Der Verkehr nach Sanremo ist stets erheblich. Nach Beginn der üblichen Geschäftszeit binden sich an der Via Aurelia lange Staus. Von Dolcedo-Ripalta sollten Sie nach Sanremo entweder um 07.00 Uhr starten oder um 15.00 Uhr. Sanremo verfügt auf dem Gelände des alten Bahnhofs über einen sehr großen Parkplatz. Trotz seiner große ist dieser fast immer stark genutzt. 


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