Valloria - und die bemalten Türen

1991 hatte eine Gruppe Einheimischer die Idee, Valloria durch regelmäßige Veranstaltungen und künstlerische Aktionen wieder zu beleben. Denn der Ort im westlichen Seitental am Ende des Val Prino gelegen war durch die Landflucht stark entvölkert worden. Gleichzeitig lag es aber von Meer so weit entfernt, dass dort nur wenige Ausländer alte Häuser erwarben und renovierten. 

Seit 1994 findet nun alljährlich am ersten Wochenende im Juli eine Aktion statt, bei der Künstler die Türen des Dorfes bemalen. So ist in den vergangenen Jahren ein Sammelsurium kreativer Künstlertypen entstanden, von naiver, über abstrakte Malerei bis hin zum stark gegenständlichen. Valloria versucht dadurch Touristen ins Dorf zu locken. Gleichzeitig haben die Einheimischen ihre alten Häuser renoviert und bieten sie nun als Ferienwohnungen an. Allerdings neigen italienische Bauherren oftmals dazu, Häuser überzurenovieren und aus alten Gemäuer Neues zu machen. Leider entsteht durch diese Kombination von bemalten Türen, renovierten Häusern und vielen Topfpflanzen in den Gassen eine etwas touristisch kitschige Kombination, die vergleichsweise wenig mit dem ursprünglichen Charme ligurischen Dörfer zu tun hat. 

Eine Belebung des Dorfes fand auch nur im Tourismus statt. Wer Zeit hat kann sich in Valloria ja mal umsehen. Von Dolcedo-Ripalta kann man dorthin wunderbar wandern. Eines der Hauptziele in Ligurien ist Valloria trotz seines Engagements wohl dann doch hier nicht. Allerdings gibt es hier ein nettes Lokal, dass man sich als Ziel von Wanderungen aussuchen kann.

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