fewo-Verband gescheitert?

Die Gründung eines Verbandes der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern im Dezember 2020 war eine hervorragende Initiative von Daniel Rousta, denn eine Plattform und Interessenvertretung für die Eigentümer und Betreiber von Wohnungen auf Zeit gab es bis dahin nicht. Der Deutsche Ferienhausverband vereinigt die Plattformbetreiber, nicht aber die Eigentümer selbst. 

Auf den ersten Blick schien der Verband zum richtigen Zeitpunkt zu kommen, denn die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen nagten an den Nerven mancher Betroffener. Wahrscheinlich waren der Gründungszeitpunkt und die Themenschwerpunkte aus heutiger Sicht aber einfach falsch gewählt - inmitten einer Pandemie mit einer stark polarisierten Gesellschaft. 

Darin hat sich der Verband verzettelt. Die Forderung nach einer Entschädigung wegen entgangener Mieteinnahmen war unpassend, da die Ferienwohnungen ja gerade private Immobilien sind und gewerbliche Unternehmer bereits Anspruch auf eine Entscheidung hatten. Auch die Diskussion um eine Öffnung aller Ferienwohnungen an Ostern 2021 - mitten in einer gefährlichen Welle - war kontraproduktiv. Diese Verbandsforderungen brachte Anbieter von Ferienwohnungen in die Nähe von wenig verantwortungsbewussten Coronaleugnern, auch wenn sie keine Mitglieder des Verbandes waren. Vor allem schienen die privaten Gastgeber geldgierig zu sein.

Umso bemerkenswerter war dann im Dezember 2021 die Forderung von Verbandspräsident Daniel Rousta, Impfgegnern die Mitgliedschaft zu kündigen und eine allgemeine Impfpflicht zu fordern. Hatte der fewo-Verband sich etwa zu einem Hort rechtsgerichteter Verschwörungsgläubiger entwickelt? Möglichweise hätten sich die Gründer des fewo-Verbandes auch mit der Struktur der Ferienhausvermieter in Deutschland auseinander setzten sollen. 

Themen gäbe es für einen Verband. Allerdings dürfte aber es schwierig sein, Konsens zu erreichen. Zu stark ist mittlerweile die Konkurrenz innerhalb der Ferienhausvermieter. Gescheitert dürfte die Verbandsgründung aber auch wegen ihrer wenig präsenten Webseite sein. Eine solche ist aber bei der Meinungsbildung elementar. 

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