Dolcedo - Ripalta

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Dolcedo - Ripalta in der Westansicht
Dolcedo - Ripalta in der Westansicht

Das denkmalgeschützte 'Sarazenenfluchtburgdorf' Ripalta (Ortsplan) liegt - ganztägig von der Sonne beschienen und luftig auf seiner Hügelkuppe (in der Vogelansicht von Bing maps können Sie sich Ripalta sehr gut ansehen) - über dem Hauptort Dolcedo-Piazza 6 km im Hinterland der Provinzhauptstadt Imperia (Google Mapsan der Riviera dei Fiori und inmitten des Val Prino, eines der schönsten Nord-Süd-Täler der Seealpen. Dolcedo ist ein Traumort für Ihre Ferien. 

Dolcedo - Ripalta 1973, Südansicht
Dolcedo - Ripalta 1973, Südansicht

Ripalta 1973 war größtenteils verlassen. Nur etwa 12 Bewohner lebten hier noch. Um 1900 waren es etwa 400 Einwohner. Die Flucht aus Ripalta begann nach dem Zweiten Weltkrieg - der auch hier stattfand. Die Jungen zog es an die Küste und in die Städte. Die meisten Häuser waren in einem unbewohnbaren Zustand, von der Substanz aber noch gut. Die Dächer waren mit Schieferplatten gedeckt. Es gab Loggien, aber so gut wie keine Terrassen.  

Die Infrastruktur ist gut. Von Dolcedo-Ripalta ist der Hauptort Dolcedo-Piazza im Talkessel gelegen füssläufig in wenigen Minuten zu erreichen. In Dolcedo-Piazza gibt es einen vorzügichen Lebensmittelladen, eine ganz neue Bäckerei, einen Gemischtwarenladen, zwei Metzgereien, eine Apotheke, Post und Bank und insgesamt neun Restaurants. 

Dolcedo - Ripalta in der selten fotografierten Ostansicht
Dolcedo - Ripalta in der selten fotografierten Ostansicht

600 m unterhalb des Borgos Ripalta liegt fußläufig (5 min hin, 12 min zurück) der Hautort des Val Prino Dolcedo mit guter Infrastruktur, Geschäften und sehr guten Restaurants in jeder Preisklasse. Dolcedo insgesamt ist kein typischer Fremdenverkehrsort. Hotels gibt es keine.  Tourismus läuft ausschließlich über private Ferienhäuser. 


Angelo mit Ochsen auf der Piazza Privata
Angelo mit Ochsen auf der Piazza Privata

Angelo Rebutato +2005 kam nach Ripalta nachdem ihm sein Onkel das Haus an der Piazetta vererbte in dem heute sein Enkel Stephano mit Freundin Elena lebt. Er heiratete Maria Basso, damals eine Landarbeiterin aus dem Piemont. Sie lebten beide als Olivenbauern. Ab Mitte der 1970er Jahre arbeitet Angelo auch als Maurer in Ripalta. Mit etwa 2500 Olivenbäumen gehörte er zu den wohlhabenden Olivenbauern. Ihm gehörte bis 1978 der letzte Ochse Ripaltas. 


Östlich von Ripalta fließt der "Torrente Prino", westlich der zauberhafte "Rio del Bosco". Der Ort überragt die terrassierten, jahrhundertealten Olivenhaine der berümten Taggiasca-Oliven die ihn gleichzeitig sanft umschließen. Die um 1100 n. Chr. durch die Benediktiner begründete Olivenkultur ist der Inbegriff einer europäschen Kulturlandschaft. Nicht ohne Grund wird Ripalta als Sarazenenfluchtburgdorf bezeichnte. Bis in die 1970er Jahre war Ripalta zu großen Teilen noch von einer hohen Verteidigungsmauer umgeben. Im Mittelalter suchten die Menschen hier Schutz vor den Sarazenen, die regelmäßig von der Küste her ins reiche Val Prino einfielen. In der Region mag es sicherlich ähnliche Orte geben. Aber Ripalta ist mit seinem kompakten, geschlossen Ortsbild und in sich verschachtelten Häusern ein Paradebeispiel. Das Oberdorf schließt nach unten hin mit der barocken Kirche San Giovanni ab. 


Antonio auf der Ostseite des Ripaltas
Antonio auf der Ostseite des Ripaltas

Antonio Benza +198?, lebte und arbeitet in Ripalta - ab Mitte der 1970er Jahre übernahm er Maurerarbeiten. Ihm gehörte das größte Haus im Ort mit der verglasten barocken Loggia, auch heute noch im Familienbesitz. Er war auch Eigentümer des Hauses Centrale I und verfugte zwei Wände im Haus de Sonnaz I. Er baute für Ripalta 1996 die Kanalisation. Sie ist heute noch in Betrieb. 


Möglicherweise war das heutige Ripalta auch das frühere Castell von Marchese Olderico Manfredi II. Hier befindet sich noch heute ein turmartiges Haus aus dem Jahr 860, strategisch positioniert an der Spitze der Hügelkuppe mit Blick über das gesamte Val Prino. Es fällt so ganz aus der typischen Struktur bäuerlicher Häuser heraus und ist deutlich großzügiger dimensioniert. Darum gliedern sich Häuser, die danach Teile eines Klosters der Benediktiner waren - mit Konvent und typischen Mönchszellen - ganz wie die Überlieferung besagt. Zu Oldericos Zeit könnten anstatt der Häuser Verteidigungsmauern gewesen sein. Die Struktur ist bis heute zu erkennen. Großteils war Ripalta bis in die 1970er Jahre mit einer Mauer umgeben, die ebenfalls an die eines Castells erinnerte. Dass die Benediktiner auf zwei sich gegenüberliegenden Bergrücken jeweils ein Kloster unterhielten dürfte eher unwahrscheinlich sein. 

Im Unterdorf von Dolcedo-Ripalta hat sich nun auch Peter Dosot niedergelassen. Mit seinem Restaurant Casa della Rocca kocht er sich wieder dem kulinarischen Sterne-Olymp entgegen - ohne danach wieder streben zu wollen. 


Stephano vermutlich vor dem Eingang Centrale I
Stephano vermutlich vor dem Eingang Centrale I

Stephano DaPrela +197?, Olivenbauer. Ihm gehörte das Haus an der Piazetta Privata vor dessen Eingang Angelo mit dem Ochsen posiert. Das Haus mit der prägnanten barocken Süd-Loggia ist auch heute noch im Besitz der Familie. Ihm gehörte der vorletzte Ochse Ripaltas. Er starb an den Folgen eines Sturzes bei dem er von seinem Arbeitstier durch die Via Mazzini geschleift wurde. 


Ripalta wurde in den frühen 70er Jahren von Engländern und Deutschen wiederentdeckt. Joschka Fischer trat in der Kriminalkomödie "Va banque" Mitte der 80er Jahre als Laiendarsteller auf. Kulisse dieses Flms war zum Teil das sehr ursprüngliche Ripalta. Generationen von "Entdeckern" - seit geraumer Zeit nicht nur Ausländer - Deutsche, Engländer, Inder, Niederländer, Japaner, Chinesen, Dänen oder Norweger, sondern auch Italiener aus Mailänd und Turin - haben hier Ihre Feriendomizile. Ripalta ist international hat sich aber seinen sehr ursprünglichen Charme auch erhalten. 

Georg Baselitz, Vivienne Westwood oder Gunther Sachs waren hier. Für Horst Tappert (Derrik) - den bekanntesten Deutschen in Italien - war Ripalta über mehr als zwei Jahrzehnte immer wieder Rückzugsort. Ripalta gehört zu den angesagtesten Orten des westlichen Liguriens. Der Tourismus ist aber durch die limitierte Anzahl der Häuser begrenzt. 

Das Klima ist legendär: Die Sommer nicht zu heiss, die Winter mild. Die Übergangszeiten April bis Juni und September bis November sind sowieso DIE Zeit für Kenner und Genießer dieser Gegend. 

Ripalta vereint Meer und Seealpen ideal. Von Ripalta aus lassen sich Küste und Berge optimal verbinden: In zehn Autominuten sind Sie an der Küste, mit Stränden, Geschäften, Restaurants und Bars - quirligem italienischem Leben. Gleichzeitig können Sie vom Haus aus, bei Wanderungen die malerische Umgebung von Ripalta bestens erkunden - mit allen Sinnen erfahren: das leise Rauschen des Rio del Bosco und das Zirpen der Grillen, das Kreisen der Steinadler in der Thermik über dem Dorf, die intensiven Farben der Bougainville im Ockergrau der alten Hauser, die Düfte der Blumen, des Lavendel, des Rosmarin und des Thymian und nicht zuletzt die sanfte Fruchtigkeit des frischen Öls der Taggasca-Olive

Dolcedo-Ripalta ist ein Ferienhaus-"Geheimtip" mit Kultstatus für Kenner. Die Ferienhäuser sind gut renoviert, teilweise erstklassig, aber selten überrenoviert. Eine gewisse Morbidität gehört einfach dazu. Sie macht den besonderen, unverwechselbaren Charme aus.  

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